Zwischen dem Lautsprecher und dem Ohr liegen ein paar Meter Wohnung, und diese Wohnung mischt kräftig mit. Wände werfen zurück, Ecken heben ganze Tonlagen an, ein kahler Boden verlängert den Nachhall, ein Bücherregal zerstreut ihn. In dieser Rubrik geht es um genau diese Strecke: um Zimmer, in denen auch gegessen, gelesen und geschlafen wird, nicht um Messkammern und nicht um Studios.
Die Mittel bleiben deshalb bewusst alltäglich. Ein verschobener Sessel, ein schwerer Vorhang mit Abstand zur Wand, ein Teppich an der richtigen Stelle, dreissig Zentimeter mehr Abstand zur Rückwand, ein anderer Hörplatz. Dazu die Frage, die in jedem Mehrfamilienhaus mitschwingt: Wie hört man abends so, dass es im Zimmer trägt und hinter der Wand niemanden stört?